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Das Jahr 2022



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02. Januar 2022



Das neue Jahr beginnt mit einem wichtigen Lebensabschnitt: Am 2. Januar übergebe ich meinen Berchinger Kassenarztsitz an meinen Sohn Florian. Frisch in Rente, habe ich mehr Arbeit als zuvor, denn noch braucht mich die Praxis hinten und vorn!


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06. Januar 2022



Im Gluckhaus geht die Weihnachtszeit allmählich zu Ende!


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08. Januar 2022



Schneeflöckchen kommt in diesem Winter nur für 2 Tage!



Die Barbarazweige im Gluckhaus blühen zwei Wochen zu spät auf - kein Wunder, denn das Haus war in der Adventzeit unter der Woche nicht geheizt gewesen!



Oksana freut sich über den Schneefall und schickt ein Filmchen nach Russland. Zum Betrachten bitte auf das Blild klicken!


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09. Januar 2022



Natürlich wird auch im Neuen Jahr an den Wochenenden im Gluckhaus gut gekocht!



Die Köchin ist mit ihren gefüllten Paprika sehr zufrieden! Dazu ein Glas Wein vom Fass, ein Geschenk von Martina Sippl-Wagner!


Der Engel verkündet das definitive Ende der Weihnachtszeit!


Wenige Tage später ist abgeräumt!

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Dass sich hinterher eine mehrwöchige Krankheit einstellt, ist weniger schön! Erst Ende Januar gibt es wieder einige Bilder!

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30. Januar 2022



Das "Coq au Riesling" soll den Frühling andeuten und die Rekonvaleszenz einläuten!



Auch der "Orfeo spinario" in Berching wittert erste Frühlingsluft - wenn auch nur kurz!


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12. Februar 2022



Etwas Erfreuliches: Der Förderverein "Naturpark Altmühltal" hat sich der von mir vor einigen Jahren auf dem Berchinger Herrlberg entdeckten Weinbergmauern von 1480 bis 1504 angenommen und eine kurze Strecke restaurieren lassen! In unseren Augen handelt es sich um eine Pretiose, nämlich den einzigen gotischen Weinberg, der sich in Mitteleuropa authentisch, d. h. in unveränderter Reinsubstanz erhalten hat!

Hier unsere Arbeit zum Weinberg, von 2015: [Link]



Es ist nur ein kurzes Stück, das man nun hier auf gewundenem Saumpfad hinaufgehen kann, aber es ist das allerschönste!



Die Vertikalschichtung der Weinbergmauern lässt das Hangwasser durch und verhindert Frostschäden; sie wurde bei den Ausbesserungsarbeiten behutsam und regelgerecht nachvollzogen.


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13. Februar 2022


Da der Boden gefroren ist, können wir nun endlich auch in den Weidenwanger Privatwald hinaufgehen, wo Willi Krauser mit seinen beiden Söhnen vor einigen Jahren einen verloren gegangenen steinernen Bildstock durch ein hölzernes Marterl ersetzt hat.


Es ist ein schöner Tag und die Saaten sprießen schon.


Wir passieren die drei Gemeindeweiher, die zur Wasserversorgung von Weidenwang schon im 14. Jahrhundert angelegt wurden, und steigen in den Hochwald hinauf. Vor 200 Jahren stand dort oben, wie der k. b. Urkataster zeigt, ein größeres Wegekreuz und markierte mitten im Wald die Kreuzung zweier Höhenstraßen, 1. von Weidenwang nach Berching und 2. von Erasbach nach Burggriesbach.


Unser 15. Nothelfer aus Weidenwang, Hans Schmidt, hat neben dem Martel, das am Rande seines Föhrenwaldes steht, zwei Wildkirschen gepflanzt.





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20. Februar 2022



Eine Woche später kocht Oksana im Gluckhaus erstmals asiatisch: eine indische Hähnchenpfanne mit Curry und Reis!




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23. Februar 2022



Am 23. Februar 2022 informierte uns unser französischer Freund François-Xavier Moinet, der unsere große Chronik zu seinem Heimatort "Le Pallet" ins Französische übersetzte, [Link] [Link 2] über zwei französischen Quellen, die sich der Pflege der Erinnerung an Christoph Willibald Gluck widmen. Das eine ist ein Buch, eine Neuerscheinung von Patrick Barbier: Marie-Antionette et la musique, das andere eine Internetseite - mit vielen schönen Bildern, u. a. auch zur Gönnerin Glucks, der Königin Marie-Antoinette. Wohltuend das Bekenntnis zur Ehrlichkeit: Der Geburtsort "Erasbach" wird dort schon nicht mehr behauptet!

  • https://www.grasset.fr/livres/marie-antoinette-et-la-musique-9782246824251

  • https://www.marie-antoinette-antoinetthologie.com/christoph-willibald-von-gluck/

    Notabene: Was die Verehrung und Neuinszenierung von Gluck und seiner Musik anbelangt, so haben die Franzosen im Allgemeinen uns Deutschen in qualitativer Hinsicht Einiges voraus! Klamauk-Inszenierungen wie diese [Link] gäbe es dort nie!


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    26. und 27. Februar 2022



    Die kulinarischen Wochenenden gehen natürlich wie gewohnt weiter: Mal gibt es einfache Mahlzeiten, wie z. B. diese Oberpfälzer Kartoffelsuppe mit Wursteinlage, mal wird es aufwändiger und inzwischen auch exotischer!



    Gebratene Ente an Süß-Sauer-Soße und Reis.

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    12. März 2022


    Wir haben eine interessante Bekanntschaft gemacht:

    Der schleswig-holstein'sche Bodenarchäologe Volker Arnold untersucht sogenannte [Celtic fields] in ganz Deutschland. Die uralten Feldraine, die durch das beständige Pflügen mit dem [Ard] entstanden sind, finden sich u. a. in Norddeutschland und in den Niederlanden, in Polen und in den baltischen Ländern, sowie in Südskandinavien (vor allem Jütland), hier mit einer Zeitstellung, welche stellenweise bis fast an den Ausgang der Jungzsteinzeit zurückreicht. Nun hat Herr Arnold jüngst diese Feldrainmuster auch stellenweise südlich der Donau (z. B. bei Gauting) und relativ ausgedehnt im bayerischen Jura nachgewiesen. [Vortrag Arnold in Gilching]


    Mit dem bloßen Auge lassen sich die Spuren ältester Kultur kaum mehr ausmachen, wie z. B. hier in der nahen Waldflur "Schober" nördlich von Rübling, die wir mit den Arnold'schen Karten am 12. März untersucht haben.

    Aber mit entsprechenden Verstärkungsverfahren kann Herr Arnold die Muster der alten Feldraine, welche heute kaum noch 10 cm Höhendiffenrenz ausmachen, in der Fläche so herausarbeiten, dass man das Ausmaß dieser landwirtschaftlichen Leistung der Frühgeschichte in vollen Umfang erkennt.



    Auffallenderweise enden die Celtic fields in der Waldflur Gödenacker (über Weidenwang) am sogenannten Ehekamm, einer Schanze der juthungischen Vorwöärtsverteidigung gegen die Römer [Link], so dass nun wenigstens arbeitshypothetisch ein Import der nördlichen Feldbaumethode durch die Juthungen in der römischen Kaiserzeit im Raum steht. Vielleicht können wir Herr Arnold noch motivieren, vor Ort die Raine zur Datierung per Radiocarbonanalyse zu beproben, dann wären wir mit der eigenen Forschung ein ganzes Stück weiter.

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    13. März 2022



    Florian und Anna kommen mit Leo und Johannes ins Gluckhaus zu Besuch. Es gibt - kindgerecht - Kesselgulasch vom Holzherd mit Nudeln.



    Mit reichlich Zwiebeln und Paprika haben wir zuvor das Gulasch stundenlang geschmort.



    Dem Leo hat es geschmeckt; er schiebt gleich mit der ganzen Hand nach!

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    10. April 2022



    Endlich eine Leibspeise: Fleischpflanzerl nach Lina-Robl-Art mit eingeweichter Semmel und viel Knoblauch und Majoran, dazu ein Oberpfälzer Kartoffelsalat!



    Wir haben mehr davon gegessen, als uns gut tut.


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    Die Osterfeiertage vom 15 bis zum 18. April 2022



    Am Karfreitag, am Tag des Leidens und Sterbens unseres Herrn, war nur einmalige Sättigung mit fleischfreier Speise erlaubt.


    Von der nahen Erasbacher Bäckerei Schießl gab es an diesem Tag gegrillte Forelle mit Brezen und Backfisch mir Remoulade im Sandwich. Diese Delikatessen, die wir im Gluckhaus verspeist haben, haben den Sinn des Fastens etwas konterkariert. Aber man muss es der Familie Schießl lassen: Es hat sehr gut geschmeckt!


    Derweilen ist in unserem Berchinger Garten die Kirschenblüte in vollem Gang. Der "Orfeo spinario" ist aus dem Winterschlaf erwacht, seine Umgebung durch den aufgegangenen Rasen frisch begrünt!


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    Karsamstag, der 16. April 2022




    Welche Überraschung: Konrad Guttenberger aus Rudertshofen hat schon oft den Betrieb des Gluckhauses mit seinem guten Gaben unterstützt. Am Karsamstag-Vormittag klopft es unvermutet an der Tür, und der gute Konrad hat einen ganzen Sack Osterspeisen dabei, Schinken gepökelt und geräuchert, dazu frische geräucherte, herrlich duftende Wildschweinbratwürste, alles aus eigener Schlachtung. Dazu gibt es gute Ostereier und ein exzellentes, von der Gattin frisch gebackenes Osterbrot!



    Mit solchen Freunden können wir in Gluckhaus nicht verhungern. Herzlichen Dank für die guten Gaben!



    Nachmittags besuchen wir das schöne, kunstvoll ausgemalte Heilige Grab unbekannter Provienz und Zeitstellung, das erst im letzten Jahr im Dachgeschoss der Pfarrkirche St. Willibald in Weidenwang wiederentdeckt wurde.



    Der Heilig-Grab-Kult geht in unserer Gegend bis auf die Zeit der Pabonen und Templer im 12. Jahrhundert zurück, die am gegenüberliegenden Schlüpfelberg sogar eine prachtvolle Heilig-Grab-Kirche errichtet hatten. Vgl. unsere Arbeit: [Der Kreuzstein und die Heilig-Grab-Kirche am Schlüpfelberg]


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    Ostersonntag, der 17. April 2022




    Noch vor dem Hochfest haben wir die zusätzlichen Festmeter Kaminholz zwischen Schuppen und Freisitz aufgeschlichtet, die uns unser 15. Nothelfer Hans Schmidt zur Sicherung der Feuerung im nächsten Krisenwinter geliefert hat. Dafür unseren herzlichen Dank, Hans!


    Zu Mittag gab es im Gluckhaus eine Lammkeule, in Rotwein und Wurzelgemüse geschmort, dazu Brechbohnen, Kroketten, Salat - und ein Glas guten Rotwein.


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    Ostermontag, der 18. April 2022




    Unser Dacia Duster ist in die Jahre gekommen und steht kurz vor dem Verkauf. Hier ein letztes Erinnerungsbild vor dem Gluckhaus.


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    Russisch-orthodoxe Osternacht am 23. und 24. April 2022




    Oksana wünschte sich aus gegebenem Anlass (u. a. Krieg in der Ukraine) eine Teilnahme an der russisch-orthodoxen Osternacht in der Maria-Schutz-Kirche in Regensburg.



    Die russische Osternach beginnt um 23 Uhr und endet im Morgengrauen des Ostertages, dauert also bis zu 7 Stunden!



    Die vielen Stunden, in denen nahezu ununterbrochen Gebete mit alt-russischen Weisen von einer Frauenschola und einem männlichen Vorsänger gesungen werden, verbringen die Gläubigen stehend! "Badjuschka - Väterchen" Viktor Wdowitschenko, seines Zeichens Erzpriester der großen Gemeinde, die sich aus Russen, Russlanddeutschen, Ukrainern, Weißrussen (und wenigen Deutschen) zusammensetzt, bittet Gott vor der Gemeinde um Frieden in der Ukraine:




    Hier ein kurzes Video, das einen Gesang des Kirchenvolkes zeigt.




    Gegen 3 Uhr 30 verlassen wir die Kirche, die weiterhin bis zum letzten Platz besetzt bleibt, vorzeitig, da vor uns ja auch noch eine einstündige Heimfahrt steht.

    Oksana, mit den geweihten Speisen im Korb, hat heute Geburtstag!

    Christos woskresje, wa istinu woskresnje - Christus ist auferstanden, er ist wirklich auferstanden!



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    Sonntag, der 1. Mai 2022



    Der Krieg in der Ukraine, die politisch und medial erzwungene, letztendlich durch nichts gerechtfertigte Entfremdung zwischen unseren beiden Heimatländern liegt wir ein dunkler Schatten auf unserem Leben.

    Sollte das angedrohte Energiembargo und die damit verbundene allgemeine Teuerung Wirklichkeit werden, kann selbst die schnelle Verkehrsverbindung zwischen unseren beiden Häusern in Berching und Weidenwang zu einem unüberwindlichen Hindernis werden. Durch Anschaffung von sogenannten E-Scootern wirken wir dem ein wenig entgegen: Statt Wochenend-Fahrkosten von bis zu 12 Euro damit aktuell nur ca. 50 Cent!


    "Speedy" Oksana bei der Jungfernfahrt nach Weidenwang!



    Wohlbehalten am Ziel angekommen!


    Zum 1. Mai gab es dann im Gluckhaus das erste Spargelessen der Saison: Fränkischer Stangelspargel an Sauce Hollandaise, mit gekochtem Hinterschinken und Kartoffeln, dazu ein guter Schluck Weißwein!




    Ein echter Stimmungsaufheller!

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    Inzwischen sind unsere beiden Arbeiten zu Christoph Willibald Gluck, mit denen wir im Großen und Ganzen unsere Gluck-Forschung abschließen, fertig geworden. Bei Interesse findet der Leser die aktuellen Betaversionen unter der Registerkarte "Gluckiana" oder hier. Zum Download bitte auf das jeweilige Bild klicken:







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